µ-ZIK-TIP : VoizNoiz

Wer gerne auf exotischen Pfaden wandelt, all das sammelt, was andere gerne mit Kopfschutteln beiseite legen, sollt ganz schnell hier seine Zelt aufschlagen. Klingt wie eine Mischung aus Mr. µ-zik und TAL, konnte von der Art auch eine Fortsetzung zu Zoolook sein, ist aber das erste musikalische Lebenszeichen von Michel Banabila auf Pork. In diesen 50 Minuten zeigen seine 20 Tracks das Stimmenrauschen von jener Seite, wie wir es ahnlich auch von Laurie Anderson kennen. Banabila nimmt Stimmen, Gerausche, ganze Satze auseinander und fugt sie nur bruchstuckhaft zu einem neuen Klanggebilde zusammen. Klingt einfacher als es ist, denn diese Bruchstucke stellen oft einen wichtigen Teil des Grooves, des Rhythmus dar. Bei Banabila ist die Drumsektion nettes Beiwerk, mehr nicht. Nun scheint er obendrein auch ein recht sonniges Gemut zu haben, denn manchmal kann ich mich nicht einkriegen, weil der Track Geschichten erzahlt, die so schon wieder einzigartig genial sind. Schoner wie ein Comicstreifen und muß man einfach mal gehort haben... Am Stuck genossen betritt man eine total skurrile Welt, wo nichts mehr so ist, wie man es sonst gewohnt ist. Es gibt aber auch Passagen, wo man sich die Haare rauft, weil Michel Banabila sich damit nur sehr kurz abgibt, die aber vom Groove total abgehen. Vielleicht ist es aber das, was die Sucht an diesem Album ausmacht. Ausnahme ist >>Voiz III<<, wo er sich mal langer aufhalt. Aber was heißt hier schon "lang"... Wie dem auch sei, das Album gehort zur Kategorie "ich druck dich". (Ru)

VoizNoiz UrbanSoundScapes